Ernst Avemarg
- Vorname(n)
- Ernst
- Nachname
- Avemarg
- Beruf
- Fabrikbesitzer
Biographische Orte
Die Karte zeigt Orte, die mit der Person dieses Beitrages verknüpft sind.
Wohnort(e)
Widerstand und Verfolgung von Familienangehörigen im Nationalsozialismus
- Auguste Schad, geb. Wagner (Schwiegermutter)
- Hilde Avemarg, geb. Schad (Ehefrau)
- Wilhelm Marr (Schwager)
- Willy Thiel (Schwager)
- Hilda Marr, geb. Wagner (Schwägerin)
- Emma Thiel, geb. Schad (Schwägerin)
- Elisabeth Bauer, geb. Bauroth (Nichte)
- Hildegard Lapp, geb. Marr (Nichte)
- Eduard Bauer (Ehemann der Nichte)
Widerstand und Verfolgung von Familienangehörigen im Kommunismus
- Willy Thiel (Schwager)
- Emma Thiel, geb. Schad (Schwägerin)
- Elisabeth Bauer, geb. Bauroth (Nichte)
- Eduard Bauer (Ehemann der Nichte)
Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus
In der Wohnung der Familie Avemarg fanden religiöse Zusammenkünfte statt, an der auch Zeugen Jehovas aus den Nachbarorten teilnahmen.
Nach einer Verweigerung der Teilnahme an der Reichstagswahl am 29. März 1936 umstellten SA und SS das Haus der Familie und nahmen Ernst Avemarg in Schutzhaft. Zur Leitung seiner Firma, der Metallfabrik Avemarg, wurde ein Bevollmächtigter eingesetzt. 1939 wurde der Betrieb enteignet. Bis Kriegsende dienten die Fabrikgebäude als Unterkunft für Zwangsarbeiter. Auch bei der Volksabstimmung am 10. April 1938 verweigerte Ernst Avemarg die Teilnahme. Daraufhin wurde am 14. April 1938 seine Wohnung umstellt und seine Frau Hilde Avemarg in Schutzhaft genommen.
Ernst Avemarg wurde bis Kriegsende dienstverpflichtet.
(Bersch: Aberkannt, S. 152–154; Krause-Schmitt/Koch: Heimatgeschichtlicher Wegweiser, Bd. 8, S. 250.)
Gedenkzeichen
In Bermbach befindet sich seit 1993 auf dem ehemaligen Grundstück der Familien Avermag, Thiel und Bauer Bermbacher Hauptstraße 25 a ein Königreichssaal von Jehovas Zeugen. (Bersch: Aberkannt, S. 166.)