Hilde Avemarg, geb. Schad
- Vorname(n)
- Hilde
- Geburtsname
- Schad
- Nachname
- Avemarg
- Geburtsdatum
- 4. Februar 1900
- Geburtsort
- Bermbach, Deutschland
- Beruf
- Hausfrau
Biographische Orte
Die Karte zeigt Orte, die mit der Person dieses Beitrages verknüpft sind.
Wohnort(e)
Widerstand und Verfolgung von Familienangehörigen im Nationalsozialismus
- Auguste Schad, geb. Wagner (Mutter)
- Ernst Avemarg (Ehemann)
- Hilda Marr, geb. Wagner (Schwester)
- Emma Thiel, geb. Schad (Schwester)
- Wilhelm Marr (Schwager)
- Willy Thiel (Schwager)
- Elisabeth Bauer, geb. Bauroth (Nichte)
- Hildegard Lapp, geb. Marr (Nichte)
- Eduard Bauer (Ehemann der Nichte)
Widerstand und Verfolgung von Familienangehörigen im Kommunismus
- Emma Thiel, geb. Schad (Schwester)
- Willy Thiel (Schwager)
- Elisabeth Bauer, geb. Bauroth (Nichte)
- Eduard Bauer (Ehemann der Nichte)
Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus
In der Wohnung der Familie Avemarg fanden religiöse Zusammenkünfte statt, an der auch Zeugen Jehovas aus den Nachbarorten teilnahmen.
Nach der Verweigerung einer Teilnahme an der Reichstagswahl am 29. März 1936 umstellten SA und SS das Haus der Familie und nahmen Ernst Avemarg in Schutzhaft. In seiner Firma, der Metallfabrik Avemarg, wurde ein Bevollmächtigter eingesetzt. 1939 wurde der Betrieb enteignet. Auch bei der Volksabstimmung am 10. April 1938 verweigerte das Ehepaar die Teilnahme. Daraufhin wurde am 14. April 1938 ihre Wohnung umstellt und Hilde Avemarg sowie ihr Mann in Schutzhaft genommen. Bis zum 16. April 1938 erfolgte ihre Inhaftierung im Gerichtsgefängnis Schmalkalden.
Nach der Entlassung kam es zu weiteren Randalen durch SS und SA vor dem Wohnhaus der Familie, einschließlich dem Einschlagen von Fensterscheiben. Es erfolgte eine erneute Einlieferung in den frühen Morgenstunden des 17. April 1938 in das Gerichtsgefängnis Schmalkalden, von dort kam Hilde Avemarg am selben Tag in das Polizeigefängnis Schmalkalden, wo sie später freigelassen wurde.
(Bersch: Aberkannt, S. 152–154; Krause-Schmitt/Koch: Heimatgeschichtlicher Wegweiser, Bd. 8, S. 250.)
Gedenkzeichen
In Bermbach befindet sich seit 1993 auf dem ehemaligen Grundstück der Familien Avermag, Thiel und Bauer Bermbacher Hauptstraße 25 a ein Königreichssaal von Jehovas Zeugen. (Bersch: Aberkannt, S. 166.)