Ursula Vossieck, geb. Brosius
- Vorname(n)
- Ursula
- Geburtsname
- Brosius
- Nachname
- Vossieck
- Geburtsdatum
- 4. Februar 1932
- Geburtsort
- Wermelskirchen, Deutschland
- Todesdatum
- 10. Oktober 2003
- Todesort
- Burscheid, Deutschland
- Erstkontakt und/oder Taufe
- 1945 Taufe als Zeugin Jehovas
Biographische Orte
Die Karte zeigt Orte, die mit der Person dieses Beitrages verknüpft sind.
Wohnort(e)
Widerstand und Verfolgung von Familienangehörigen im Nationalsozialismus
- Gustav Hermann Kottner (Großvater)
- Martha Kottner, geb. Körbs (Großmutter)
- Friedrich Brosius (Vater)
- Else Brosius, geb. Kottner (Mutter)
- Ingeborg Eichhorn, geb. Brosius (Schwester)
- Dieter Eichhorn (Schwager)
Widerstand und Verfolgung von Familienangehörigen im Kommunismus
- Martha Kottner, geb. Körbs (Großmutter)
Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus
Ursula Brosius war erst vier Jahre alt, als ihr Vater Friedrich Brosius am 24. Juni 1936 wegen der Teilnahme an verbotenen Zusammenkünften der Zeugen Jehovas für drei Monate inhaftiert wurde. Ein Jahr später kam er nach einer erneuten Verhaftung in das Konzentrationslager Buchenwald. Erst 1945, im Alter von 14 Jahren, konnte sie ihren Vater wiedersehen.
Nachdem die Nationalsozialisten das elterliche Schuhgeschäft boykottiert und damit die Familie ihres Einkommens beraubt hatten, zog Else Brosius mit ihren Kindern Ursula und Ingeborg nach Dresden. Dort verstarb Ursulas Großvater Gustav Hermann Kottner nach Folter in Polizeihaft. Als sie am 24. November 1943 im Alter von elf Jahren von der Schule nach Hause kam, fand sie die Wohnung leer vor, da nun auch ihre Großmutter Martha Kottner von der Gestapo verhaftet worden war.
(Krüger: Eine Bibel, S. 23–29.)
Gedenkzeichen
In der 2025 im Zweigbüro Zentraleuropa von Jehovas Zeugen in Selters (Taunus) eröffneten Ausstellung „Niemals allein“ wird auch die Geschichte von Ursula Brosius erzählt.