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Martha Schröder

Vorname(n)
Martha
Nachname
Schröder
Geburtsdatum
10. September 1887
Geburtsort
Parchim, Deutschland
Todesdatum
17. März 1945
Verfolgungsbedingte Todesart
Im Konzenzentrationslager ums Leben gekommen
Beruf
Telegrafenbeamtin
Erstkontakt und/oder Taufe
Schloss sich 1924 den Bibelforschern an

Biographische Orte

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Wohnort(e)

Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus

Die Telegraphenbeamtin a.D. Martha Schröder zog 1934 aus Berlin zurück in ihren Geburtsort Parchim. In der Kleinstadt traf sie sich mit anderen Zeugen Jehovas, besorgte Literatur der Glaubensgemeinschaft und gab diese auch weiter. Sie wurde am 24. September 1936 in „Schutzhaft“ genommen und am 22. Januar 1937 in die Untersuchungshaft nach Neustrelitz-Strelitz überführt.

Vom Sondergericht Schwerin erfolgte am 16. Februar 1937 in Parchim ihre Verurteilung „wegen Vergehens gegen §§ 1 und 4 der Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutze von Volk und Staat vom 28. Februar 1933“ zu einem Jahr Gefängnis (davon galten vier Monate als bereits verbüßt), die sie in der Strafanstalt Bützow-Dreibergen absaß.

Dem Häftlingsstammblatt aus dem KZ Moringen ist zu entnehmen, dass Martha Schröder am 16. Oktober 1937 erneut in „Schutzhaft“ genommen wurde. Von der Strafanstalt Neustrelitz-Strelitz, dem damaligen Landespolizeigefängnis, wurde sie am 31. Oktober nach Moringen überführt, wo sie offenbar am 4. November eintraf. Am 15. Dezember 1937 wurde sie in das Konzentrationslager Lichtenburg gebracht und 1939 von dort nach Ravensbrück.

Ihr Name findet sich auch auf einer Liste in Auschwitz, auf der ausschließlich Zeuginnen Jehovas aufgeführt werden. Sie kam mit dem Transport am 23. März 1942 von Ravensbrück nach Auschwitz. Ende Februar 1945 traf sie nach der Evakuierung von Auschwitz in Bergen-Belsen ein. Am 4. März 1945 wurde Martha Schröder von dort in das Konzentrationslager Mittelbau-Dora deportiert, wo sie die Häftlingsnummer 33 erhielt. Am 14. März 1945 wurde sie in den dortigen Häftlingskrankenbau verlegt, wo sie am 17. März 1945 starb.

(Projektgruppe Kriegsgräber: Jehovas Zeugen, S. 115–121.)

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