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Olga Raböse, geb. Bakus

Vorname(n)
Olga
Geburtsname
Bakus
Nachname
Raböse
Geburtsdatum
27. Dezember 1895
Geburtsort
Lodz (Łódź), Polen
Todesdatum
1. März 1961
Beruf
Büroangestellte

Biographische Orte

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Wohnort(e)

Widerstand und Verfolgung von Familienangehörigen im Nationalsozialismus

Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus

Olga Raböse erhielt ab Mai 1940 aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit keine staatliche finanzielle Unterstützung mehr. Sie wurde am 7. Mai 1942 in Tkaczewska Góra verhaftet und noch am gleichen Tag in das Frauen-Polizeigefängnis Lodz gebracht. Am 12. November 1942 kam sie mit zwölf weiteren Zeuginnen Jehovas in das Konzentrationslager Auschwitz.

In Auschwitz erhielt Olga Raböse die Häftlingsnummer 24.421. Sie arbeitete als Köchin im Haushalt des SS-Arztes Horst Fischer. Als sich die Rote Armee dem Lager näherte, wurden bis zum 18. Januar 1945 die meisten Häftlinge evakuiert. Olga Raböse gehörte mit Elsa Abt, Gertrud Ott und Alma Jakobi zu einer Gruppe von zwölf Zeuginnen Jehovas, die am Zaun zum Männerlager zum Abschied von ihren Glaubensbrüdern das Bibelforscher-Lied „Alle Getreuen, alle Ergebenen sind von der Menschenfurcht frei“ sangen.

Die Frauen wurden zunächst zwei Tage und Nächte zu Fuß in Richtung des Konzentrationslagers Groß-Rosen getrieben, worauf viele für einen Weitermarsch zu erschöpft waren. In der dritten Nacht erlaubte man ihnen, in einer Scheune in Loslau (heute Wodzisław Śląski, Polen) zu übernachten. Von Groß-Rosen ging es weiter nach Buchenwald, wo die Häftlinge wegen Überfüllung nicht aufgenommen wurden. Über das KZ Mauthausen erreichte der Transport am 26. Februar das KZ Bergen-Belsen. Hier wurden die Häftlinge am 15. April 1945 befreit. Olga Raböse musste noch bis Anfang Oktober im Lager für Displaced Persons bleiben. Danach stellte die Militärregierung ihr einen Pass aus, der es ihr erlaubte, zu ihrem Mann Hermann Raböse, der das KZ Stutthof überlebt hatte, zu ziehen. Das Ehepaar fand in Bilschau bei Flensburg eine neue Heimat.

(Abt: Zusammen; Hermann: Hinter Stacheldraht, S. 187; Wontor-Cichy: Für den Glauben in Haft, S. 60, 66; Dornik: Gerettet, S. 69.)

Eine junge Frau wird zunächst seitlich von rechts, dann von vorn und schließlich im Halbprofil mit Kopftuch aufgenommen. Auf dem ersten Bild ist der Schriftzug IBV, KL Auschwitz und die Häftlingsnummer zu sehen.
Olga Raböse nach ihrer Ankunft im KZ Auschwitz im November 1942. Die Häftlingskategorie IBV ist neben der Häftlingsnummer angegeben (www.auschwitz.org).

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