Wuppertal, Gefängnis Wuppertal-Elberfeld
Adresse
Gefängnis Wuppertal-Elberfeld
Wuppertal, Friedrich-Engels-Allee 34, Deutschland
Informationen zum Ort
Nach dem Bau des Landgerichts der damals noch unabhängigen Stadt Elberfeld auf einer Insel der Wupper in der Mitte des 19. Jahrhunderts wurden auf der gegenüberliegenden Seite der Wupper zwischen 1863 und 1879 die drei Hafthäuser des Königlichen Gefängnisses Elberfeld gebaut. Da sich das Gefängnis im Stadtteil Bendahl befand, wurde es auch als Polizeigefängnis Bendahl bekannt. Im Gefängnis kam es zu dieser Zeit auch zur Vollstreckung von Todesstrafen. Die Gefangenen mussten vom Gerichtsgebäude zum Gefängnis einen Wupperarm überqueren, woraus der im Volksmund bekannte Ausdruck „über die Wupper gehen“ für das Sterben entstand.
Während der NS-Diktatur war das inzwischen völlig veraltete Gefängnis ständig überfüllt. In den Zellen gab es keine Toiletten, sondern nur Kübel. Die meisten Insassen waren Untersuchungsgefangene und sogenannte „Gestrauchelte“, d. h. Erstgefangene, darunter auch viele Frauen. Zeugen Jehovas aus dem Bergischen Land und dem Rheinischen Bezirk verbrachten hier häufig einen Teil ihrer Haft, bevor sie in andere Gefängnisse überstellt wurden.
Elberfeld wurde 1929 mit Barmen und weiteren Orten zur Stadt Wuppertal zusammengeschlossen. Das Gefängnis wurde 1980 geschlossen. Heute befindet sich dort ein Einkaufszentrum.
Verfolgte Zeugen Jehovas im Nationalsozialismus
Frauen
Männer
- Ernst Baus
- Otto Brass
- Wilhelm Budde
- Ludwig Cyranek
- Walter Gluske
- Clemens Müller
- Paul Schwartz
- Paul Siebel